Innovation braucht Raum (Bild: Aduno Gruppe)

Kaum etwas spornt mehr zu Höchstleistungen an als ein gutes Arbeitsumfeld. Mitarbeitende, die gerne zur Arbeit gehen, sind innovativer und leisten mehr als solche, die in der Arbeit lediglich einen Broterwerb sehen. Unternehmen haben ergo ein Interesse daran, ihren Mitarbeitenden eine ihren Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit in einem attraktiven Umfeld zu bieten. Umso bedenklicher ist es, dass diese Erkenntnis in vielen Unternehmen folgenlos bleibt. Denn in einem zunehmend umkämpften Markt überleben letztlich jene Unternehmen, die sich stets weiterentwickeln. Und Innovation erfordert nun einmal qualifiziertes und motiviertes Personal.

Ganz überraschend ist die Tatsache allerdings nicht: Ein attraktives Arbeitsumfeld ergibt sich nicht von selbst sondern erfordert ein kontinuierliches Engagement und Investment seitens des Arbeitgebers. Etwa im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements oder bei den Fringe Benefits. Aber auch die Unternehmenskultur ist ein wichtiger Pfeiler – beliebt sind Unternehmen, mit flachen Hierarchien, in denen die Mitarbeitenden einen kollegialen und zugleich respektvollen Umgang pflegen. Gleichzeitig wollen Mitarbeitende heute nicht einfach einen Job erledigen. Stattdessen wollen sie gefördert und gefordert werden. Und die Tätigkeit soll sinnhaft sein.

Der Arbeitsplatz als Innovationstreiber

Als wäre das alles nicht schon genug, stellt sich auch noch die Frage nach dem Arbeitsplatz. Innovation braucht Raum. Nicht nur in den Köpfen der Mitarbeitenden, sondern auch in der Arbeitsumgebung. Die Möglichkeit, für jede Tätigkeit die optimale Umgebung bereitzustellen, kann in Prozessen, in denen Innovation und Kreativität gefragt sind, der entscheidende Faktor sein.

Ob Home Office, externe Coworking-Spaces oder flexible Arbeitsplatzstrukturen – unkonventionelle Formen der Zusammenarbeit haben heute Hochkonjunktur. Wichtig ist, dass jedes Unternehmen für sich selber entscheidet, welches die richtigen Ansätze und Massnahmen sind. Bei Meetings etwa kann es hilfreich sein, zur Abwechslung mal auf externe Coworking-Spaces auszuweichen. Für Arbeit, die ein hohes Mass an Konzentration erfordert, bietet sich das Home Office an. Und ein flexibles Arbeitsplatzkonzept fördert den Austausch.

Drei-Zonen-Konzept für flexibles Arbeiten

Bei der Aduno Gruppe haben wir die drei Ansätze zusammengeführt – in einem Drei-Zonen-Konzept. Ausgang dafür war ein Prototyping-Workshop. Dieser lieferte wertvolle Einsichten ins Verhalten der Mitarbeitenden und wie diese auf verschiedene Ideen und Ansätze reagieren würden. Auf dieser Basis entwickelte ein Projektteam das Grundkonzept für die neuen Arbeitsplätze. Dabei kristallisierten sich die drei «Arbeitswelten» heraus, wie wir sie heute pflegen: «Work», «Meet» und «Hub».

Hub-Zonen fördern den ungezwungenen Austausch (Bild: Aduno Gruppe)

Work-Bereiche dienen primär dem konzentrierten Arbeiten und sind entsprechend eingerichtet: Die Bereiche sind akustisch abgeschirmt, schalldämpfende Elemente verringern den minimalen Lärm zusätzlich. Gespräche und Telefonate sind in diesen Zonen verboten.

Die Meet- und Hub-Bereiche sind dagegen offen gestaltet: Sie bieten den Mitarbeitenden den nötigen Raum, um Meetings zu organisieren und sich auszutauschen. Hier trifft man sich zu Gesprächen, gemeinschaftlichem Arbeiten oder für ein Brainstorming. Der offene Charakter dieser Zonen ermöglicht zudem zufällige Begegnungen von Kollegen verschiedener Fachrichtungen und fördert so den Austausch von Ideen.

Individualität ist gefordert

Ein flexibles Arbeitsplatzkonzept alleine ist noch kein Garant für Innovation. Hierfür braucht es mehr – etwa eine geeignete technische Infrastruktur und die entsprechende Unternehmenskultur. Aber es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn letztlich sind es die Mitarbeitenden, die die Innovation vorantreiben. Und diese möchten heute nicht mehr einfach von acht bis fünf an einem Schreibtisch sitzen, sondern erwarten einen modernen Arbeitsplatz, der ihren individuellen Ansprüchen gerecht wird.