Hackathon: Innerhalb weniger Stunden zum Prototyp

Heute entstehen laufend neue Formen des Austauschs. Im Vordergrund steht dabei die Innovation: Wie können Unternehmen noch besser und schneller neue Lösungen entwickeln? Eine Beispiel dafür sind Hackathons. Sie ermöglichen eine ergebnisorientierte Zusammenarbeit von Unternehmen, Start-ups und Hackern auf informeller Basis. Diverse Innovationen der letzten Jahre gehen auf solche Hackathons zurück.

«Hacken ist eine inhärent praktische und aktive Disziplin. Anstatt tagelang zu diskutieren, ob eine Idee umsetzbar ist, setzen sich Hacker lieber hin, entwickeln einen Prototypen und testen, was am besten funktioniert.» Dieses inzwischen legendäre Zitat von Facebook-Chef Mark Zuckerberg trifft den Nagel auf den Kopf: Hacker sind der Überzeugung, dass der schnellste Weg zu einer Lösung stets nach dem Prinzip «Trial and Error» abläuft. Anstatt lange herum zu studieren, probiert man einfach mal was aus.

Hackathons sind genau aus dieser praxisorientierten Haltung heraus entstanden. Dabei handelt es sich um einen 40-stündigen Programmier-Marathon, bei dem talentierte Informatiker, Ingenieure und Designer Ideen entwickeln, die ein Produkt verbessern oder einen Service optimieren. Und manchmal sogar unser Leben grundlegend verändern: Sowohl der Like-Button wie auch Facebooks Timeline sind bei solchen Hackathons entstanden. Tech-Giganten wie Google oder Facebook veranstalten deshalb regelmässig interne Hackdays.

Menschen, Ideen und Technologien zusammenbringen

In der Limmatstadt findet seit 2014 regelmässig der HackZurich statt. Denn auch in der Schweiz sind immer mehr Unternehmen vom Mehrwert solcher Veranstaltungen überzeugt. Dabei profitieren sie nicht nur von den Ideen, die im Rahmen eines Hackathons entwickelt werden. Vielmehr können sie auch ihr Image als innovativer und attraktiver Arbeitgeber pflegen. Hackathons zeichnen sich zudem durch ihren informellen und gemeinschaftlichen Charakter aus und eignen sich daher ideal, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. 


Auch die Aduno Gruppe hat in der Vergangenheit wiederholt am HackZurich teilgenommen. Die gemachten Erfahrungen waren durchweg positiv. So haben wir unter anderem neue Instrumente für die Innovationsarbeit kennengelernt und Inspirationen für künftige Modelle der Zusammenarbeit – sowohl intern wie auch mit externen Partnern – gewonnen. Und in einem Fall konnten wir sogar eine spannende Idee aus dem Hackathon gemeinsam mit den Teilnehmern weiterentwickeln.

Vom Prototyp zum Kundentest

2015 hat die Aduno Gruppe im Rahmen des HackZürich gemeinsam mit der Valora Gruppe und GS1 den Workshop zum Thema «Retail Innovation» durchgeführt. Insgesamt 11 Hacker-Teams entschlossen sich, eine Lösung in diesem Bereich zu entwickeln. Gewonnen hat schliesslich die App «Vabingo» des Hacker-Duos Kongi&Steeve. Dabei handelte es sich um ein Produkte-Bingo, mittels dem Kunden Rabattgutscheine für die Verkaufsstellen der Valora erspielen konnten. Diese konnten die Kunden bei Bezahlung mittels App direkt einsetzen.

Sowohl die Aduno Gruppe wie auch Valora sahen Potenzial in der Idee. Diese wurde im Anschluss an den Hackathon deshalb innerhalb der Aduno unter Leitung des Innovation Managements weiterentwickelt. Kundentests ergaben schliesslich, dass sich das Kundenverhalten mittels App nicht im erhofften Ausmass beeinflussen liess. Das Vorhaben wurde deshalb letztlich eingestellt. Das Beispiel zeigt aber exemplarisch, wie im Rahmen unkonventioneller Veranstaltungen wie eines Hackathons spannende Geschäftsideen entstehen können.

Wir planen deshalb, auch in Zukunft an Hackathons teilzunehmen, um so Innovation und Austausch zu fördern. Und wer weiss: Vielleicht ist schon der nächste Prototyp ein voller Erfolg!